3 Fragen – 3 Antworten: Neuerungen beim Führerschein

3 Fragen – 3 Antworten: Neuerungen beim Führerschein

Stimmt es, dass die alten Führerscheine nun nach 15 Jahren ausgetauscht werden müssen?

Wer nach dem 19. Januar 2013 seinen Führerschein gemacht oder beantragt hat, braucht spätestens nach 15 Jahren ein neues Kärtchen, denn danach muss der Führerschein umgetauscht werden. So will es der Gesetzgeber. Eine Nachprüfung oder eine ärztliche Untersuchung ist nicht nötig – lediglich das Lichtbild wird erneuert. Auch langjährige Führerscheininhaber trifft die Neuregelung: Zwar bleiben die alten „Lappen“ noch bis 2033 von der Tauschpflicht befreit, sollte allerdings – etwa bei Verlust – ein neuer Führerschein ausgestellt werden müssen, greift die Neuregelung.

Gibt es Neuerungen auch bei den Motorrädern?

Ja, auch hier hat sich etwas getan: Trikes werden Motorrädern künftig gleichgestellt und für die Teilnahme am Straßenverkehr ist nunmehr die Klasse A nötig. Die Klasse „A (beschränkt)“, mit der Motorräder mit maximal 34 PS erlaubt waren, gehört der Vergangenheit an. Sie wird durch die neue Klasse „A2“ ersetzt, wodurch Zweiräder mit bis zu 48 PS fahrbar sind. Ein Haken bleibt jedoch: Der automatische prüfungsfreie Aufstieg nach zwei Jahren entfällt.

Wurden mit den zahlreichen Gesetzesänderungen auch Regelungen vereinfacht?

Ja, in Sachen Anhängerregelung gibt es positive Veränderungen. Hier wurde eine komplizierte Regelung vereinfacht. Ab sofort gilt: Fahrzeugkombinationen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3.500 kg dürfen ohne weitere Voraussetzung mit dem Führerschein der Klasse B gefahren werden. Zudem dürfte die neu eingeführte Klasse B96 vor allem für Caravan-Fahrer interessant sein: Mit dieser sind Anhänger über 750 kg zulässig, wobei das Gesamtgewicht des Gespanns zwischen 3,5 und 4,25 Tonnen liegen darf. Und zu guter Letzt: Die bisherigen Führerscheine M und S für Kleinkrafträder mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h werden künftig in der Klasse AM zusammengefasst.