Elterliche Sorge für nichteheliche VÄTER

Elterliche Sorge für nichteheliche Väter

Für ein nichteheliches Kind hat ohne übereinstimmende Sorgerechtserklärung oder eine gerichtliche Entscheidung nur die Mutter die alleinige elterliche Sorge.

Immer mehr Väter klagen sich mit Erfolg die Mitsorge für das gemeinsame Kind ein, wenn die Sorgerechtserklärung von der Mutter nicht freiwillig abgegeben wird.

Gemäß einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg aus Dezember 2013 hat der Vater, der kein Sorgerecht hat, einen Anspruch auf Übertragung des Mitsorgerechts. Ein Antrag auf Übertragung des Mitsorgerechts auf ihn kann nur dann abgewiesen werden, wenn mit erheblicher Gewissheit festgestellt werden kann, dass die gemeinsame Sorge dem Kindeswohl widersprechen würde. Der Gesetzgeber hat damit zum Ausdruck gebracht, dass die gemeinsame elterliche Sorge grundsätzlich den Bedürfnissen des Kindes nach Beziehung zu beiden Elternteilen entspricht und ihm verdeutlicht, dass beide Eltern gleichermaßen bereit sind, für das Kind Verantwortung zu tragen.